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3. Tag: Linz - Steyr 41km

Eine "Monster"-Etappe ...
Eine "Monster"-Etappe ...

Es wurde eine sehr sehr lange Tagesetappe!

Es war Sonntag, daher dauerte die Frühmesse in der schönen modernen Kapelle im Priesterseminar länger. Zum Frühstück mussten wir 2 Kilometer gehen, das "Poschacherstüberl" lag am Weg auf der Wienerstraße Richtung Ebelsberg. Recht herzliches "Vergeltsgott" an die Besitzerin Erika Mayr und ihrem Sohn. Extra für uns öffnete sie 2 Stunden früher! Ihr Sohn (Erika wurde leider kurzfristig krank) verwöhnte uns mit reichlichem Frühstück, und erwähnenswert, mit seiner sehr netten herzlichen Art und Weise!

Dann entlang der Wienerstraße etliche Kilometer auf Asphalt, vorbei an endloser Häuserzeile erreichten wir über die Traun den Ort Ebelsberg. Ein Stück nach diesem wurde die A1 unterquert, bald danach waren wir auf einem angenehmen Wiesenweg (Brucknerweg), die Großstadt lag plötzlich hinter uns, der Weg war nun "ruhig". Bis St.Florian führte der 06 (Maria-Zeller-Weg) auf Güter-, Schotterwegen vorbei an "riesigen Bauernhöfen" und kleinen Siedlungen, die Türme des Stiftes lugten schon von weitem hinter den Anhöhen hervor. Der letzte Anstieg war geschafft und wir standen auf Augenhöhe mit den Turmspitzen, sehr erhebender Anblick!

Die äußerst beeindruckende Rokoko-Kirche wurde besichtigt, unglaublich wie wunderschön die ist!

Im Florianihof wurde Mittag gegessen. Bis dahin war es ja noch ein sehr "netter Spaziergang" von 16 Kilometer, aber nun standen uns noch 25 Kilometer bevor!!

Um 13:30 verließen wir St.Florian, auf Güterwegen kamen wir wieder bei Großbauernhöfen vorbei, was hatten wir für ein Glück, bei Hitze wäre diese Strecke bis Steyr eine Tortur gewesen.

Kurz vor Maria Laah ging ein "Schäfchen" verloren, dieses wurde aber bald wieder von  mir "eingefangen", ich ging mit Barbara eine (illegale) Abkürzung, wir waren vor den anderen in Maria Laah. Dort wartete schon die Labstelle namens Hubert und Anita auf uns, sie hatten Getränke im Auto mitgebracht, vielen Dank für diese notwendige "Labung", und gelacht wurde auch viel vor der schönen Kirche.

Wir kamen nach kurzem steilem Anstieg zum „Mausoleum der Fürsten Auersperg“. Nach Losensteinleithen wurde es sehr zach, es kostete einiges an Überwindung die restlichen Kilometer zu schaffen.

Besonders Barbara war zu bewundern und kam an ihre Grenzen, Doris kümmerte sich liebevoll um Sie. Man bedenke das Barbara schon über 70 zig ist, unglaublich wie die marschiert. Pater Georg ist auch nur ein paar Jährchen jünger, auch dieser hielt tapfer durch.

Im Wald, nicht mehr weit bis zum Motel Maria (unserer Herberge), sah ich ein totes Reh neben dem Weg leicht versteckt in einer Mulde liegen. Ich rief unser Pogmaier Hans (mein Nachbar und "Jägermeister" von Adlwang) an, dieser kennt ja alle Jäger in ganz Oberösterreich .... Er kümmerte sich sofort um die Bergung des Rehs, er kannte natürlich den Jäger von Wolfern!

Kurz vor dem heißersehnten Ziel wurde uns ein toller Blick auf Steyr, Christkindl und dem Damberg geboten. Dann endlich hatten wir es geschafft, Essen wurde schon unterwegs bestellt und wurde ins Motel Maria (nähe Krankenhaus) geliefert.

Noch einmal würde ich so lange Etappen nicht mehr machen (Freitag 38km; Samstag 39km, Heute 41km), das ist wahrlich kein Genuss mehr, bis "zum Umfallen" gehen, und ständig unter Zeitdruck ist nicht unbedingt der Sinn vom Pilgern! .... meine Meinung!

LG, euer Pilger Helmut, der alle "Schäfchen" ans Tagesziel bringen konnte!

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