Kurz vor Mittag sind wir in Nebelberg bei der im Zentrum gelegenen "Erlmannkapelle" zusammengekommen.
9 Pilger/innen reisten bequem mit "Heli's Taxi" zum Startort, eine Dame nahm den weiten Weg von Wien auf sich und kam in Eigenregie ins letzte Eck vom Mühlviertel (1km bis Bayern, 20km bis Tschechien).
Nach der herzlichen Begrüßung wurde gleich mal der Hunger und Durst gestillt, mit mitgenommener Jause und Getränke von "Heli's Taxi".
In der netten Erlmannkapelle von Nebelberg wurde dann eine Startandacht gehalten, mit kurzer Erklärung was auf die Teilnehmer dieser 4-tägigen Pilgerreise zu Fuß zukommen wird. Auch ein motivierender Impuls und ein gemeinsames Lied war sehr stimmig für "das Aufbrechen".
Es war optimales Pilgerwetter, abgesehen davon, dass es ein wenig schwül war, die kurzen "giftigen" Anstiege waren daher schon fordernd und schweißtreibend. Bald hatten wir Peilstein erreicht, da führte der Wanderweg bei der Kirche vorbei und steil hinunter zur Umfahrungsstraße. Nach der Überquerung dieser ging es einen steilen Wiesenweg hinauf zu einer kleinen Siedlung, der Blick zurück auf Peilstein und Umgebung und mit dem malerischen Wolkenhimmel war schon ein sehr erfreulicher.
Weiter über Güterwege und dem nächsten Anstieg durch einen Wald überraschte uns eine sehr schöne Kapelle neben einem Bauernhaus. Die Hälfte der Tagesetappe war geschafft, eine Pause mit Stärkung wurde planmäßig eingelegt.
Wir waren ein wenig in Verzug, um 16 Uhr war die Führung im Stift Schlägl fix gebucht.
Aber die Höhenmeter waren so gut wie geschafft und wir kamen bald zur Ortschaft "St. Wolfgang"! Wie denn, gibt es den Ort auch am Rand von Mühlviertel? Diese Kirche ist dem Hl. Wolfgang geweiht, daher der Name der Ortschaft.
Auch war ein Jakobswegweiser hier angebracht, ja, der Jakobsweg kommt von Tschechien (Krumau) und führt über Rohrbach bis nach Passau ... dieser wäre doch was für nächstes Jahr? Schaun mer mal, ich denke, das könnte was werden!
Bald sahen wir hinunter auf das Stift Schlägl, den Ort Aigen und den Böhmerwaldkamm auf der gegenüberliegenden Seite. Tschechien kam näher.
Wir schafften es bis 16 Uhr, Frater David wartete schon auf uns, gleich nach Zimmereinteilung ging es los, um dieses altehrwürdige Kloster der "Prämonstratenser" zu erforschen.
Anschließend war die "Vesper", die Mönche gaben ihr Bestes mit Ihrem Gesang ... sehr schön, dies miterleben zu dürfen.
Im Stiftskeller wurde der Tag gebührend mit guten Mühlviertler Speisen, dem Schlägler Bier und anderen Getränken beendet.
Auch kam eine liebe Pilgerfreundin von Doris und mir, Elisabeth arbeitet im Stift und kam zum Sitftskeller, es war eine große Freude sie wieder mal zu sehen und mit Ihr zu plaudern.
Euer Pilger, Helmut!






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