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VIA PODIENSIS (1.Teil von zwei)
350 Kilometer Genusspilgern am französischen Jakobsweg von Le Puy-en-Velay bis Cahors
von Fr. 21. August bis Mi. 9. September 2026
gesamt 20 Tage
Anmeldeschluss: 20. Juni - Je früher umso besser (max. 12 Pers.)
Preis: Kalkuliert mit Stand Nov. 2025 -- ca. €3.000,- (im Doppelzimmer/Mehrbettzimmer; Einbettzimmer oft nicht möglich)
Im Preis enthalten:
- Pilgerbegleitung/Betreuung am Weg
- Pilgerpass
- Herberge, Hotel für 19 Übernachtungen,
- 14x Halbpension / 5x Frühstück
- Anreise: Mit Zug zum Flughafen Wien; Flug nach Lyon; mit Zug von Lyon nach Le Puy-en-Velay
- Rückreise: Mit Bus od. Zug von Cahors nach Toulouse / Flug von Toulose über München nach Wien / mit Zug nach Linz
An- Rückreise / Etappen:
Fr. 21. Aug.: Zug: Von Linz (4:10) zum Flughafen Wien (5:57)
mit Flugzeug von Wien (7:25) nach Lyon (9:10)
Fahrt mit Zug von Lyon (11:54) nach Le Puy (14:24)
Übernachtung in Le Puy (Hotel Dyke ... nähe Zentrum)
Sa. 22. Aug.: Frühstück im Hotel; Besichtigung der Pilgerstadt Le Puy;
Übernachtung in Le Puy (Hotel Dyke)
So. 23. Aug.: 7:00 Uhr: Pilgermesse in Kathedrale; Start in den Via Podiensis
1. So. 23. Aug.: Le Puy - St.Privat-d'Allier 24 km (hm: auf 690, ab 450)
2. Mo. 24. Aug.: St.Privat-d'Allier - Saugues 20 km (hm: auf 890, ab 790)
3. Di. 25. Aug.: Saugues - Domaine du Sauvage 19 km (hm: auf 780, ab 520)
4. Mi. 26. Aug.: Domaine du Sauvage - St-Alban-sur-Limagnole 14 km (hm: auf 120, ab 390)
5. Do. 27. Aug.: St-Alban-s.-Limagnol - Aumont-Aubrac 15 km (hm: auf 440, ab 360)
6. Fr. 28. Aug.: Aumont-Aubrac - Nasbinals 26 km (hm: auf 550, ab 410)
7. Sa. 29. Aug.: Nasbinals - L'Estrade 24 km (hm: auf 480, ab 820)
8. So. 30. Aug.: L'Estrade - Espalion 18 km (hm: auf 430, ab 850)
9. Mo. 31. Aug.: Espalion - Golinhac 26 km (hm: auf 990, ab 685)
10. Di. 1. Sept.: Golinhac - Conques 21 km (hm: auf 520, ab 885)
11. Mi. 2. Sept.: Conques - Decazeville 20 km (hm: auf 915, ab 995)
12. Do. 3. Sept.: Decazeville - Figeac 29 km (hm: auf 765, ab 780)
13. Fr. 4. Sept.: Figeac - Mas de la Croix 13 km (hm: auf 310, ab 150)
14. Sa. 5. Sept.: Mas de la Croix - Cajarc 20 km (hm: auf 430, ab 550)
15. So. 6. Sept.: Cajarc - Limogne-en-Quercy 18 km (hm: auf 460, ab 315)
16. Mo. 7. Sep.: Limogne-en-Quercy - Mas de Vers 23 km (hm: auf 220, ab 260)
17. Di. 8. Sept.: Bach (Mas de Vers) - Cahors 18 km (hm: auf 280, ab 360)
Mi. 9. Sept.: Rückreise von Cahors (ca. 100 km) mit Bus/Zug bis Toulouse Flughafen; Flug nach Wien über München; mit Zug nach Linz
Pilgerreise - Übersicht:
Nach der Anreise werden wir zwei Nächte in Le Puy-en-Velay verbringen und die großartigen Sehenswürdigkeiten dieses märchenhaften Wallfahrtsortes aufsuchen und besichtigen.
Saint-Michel-d'Aiguilhe, Notre-Dame-de-France, Kathedrale, uvm.
Der französische Jakobsweg-Pilgerweg namens "Via-Podiensis" ist der legendärste von den vier großen Jakobswegen durch Frankreich in Richtung Spanien. 350 Kilometer voller atemberaubender Landschaften werden uns von Le Puy bis Cahors erwarten, dies ist der 1. Teil des 750 Kilometer langen Via-Podiensis.
Mittelalterlich anmutende Dörfer, Städte und Siedlungen werden unsr Pilgerherz höher schlagen lassen. Die uns bevorstehenden Pilgerwege sind sehr naturbelassen, abwechslungsreich und faszinierend ... eine Wohltat für das Auge, die Füße und die Seele!
Unsere Herbergen werden so vielfältig und spannend sein, wie der Jakobsweg selber, von Hotel über Chambre und Gîte und sogar in einem Kloster werden wir die Nächte verbringen dürfen.
Etliche Objekte sind in die UNESCO Weltkulturerbe aufgenommen, Gebäude und Brücken aus dem Mittelalter, auch ein Abschnitt des Jakobsweges "Via-Podiensis" (im Aubrac-Land) findet sich in der Liste.
Die erste Hälfte unseres langen Weges werden wir auf dem französischem Zentralmassiv pilgern, immer zwischen 800 und bis zu 1.400 Meter über dem Meer. Das wird ein Vorteil sein, wenn wir starten ist ja noch Hochsommer. Im September werden wir das Zentralmassiv verlassen, die Höhenlage des Jakobsweges ist dann deutlich weiter unten angesiedelt.
Karges Hochland mit sehr geringer Bevölkerungsdichte erwartet uns in den ersten Tagen.
Nach dem Verlassen des Gebietes des "vulkanischen Velay", kommen wir nach der Schlucht des Allier (Fluss) in das "Margeride-Bergland" mit viel Wald und Weide. Viezucht ist hier so ziemlich das Einzige, Ackerbau ist wegen dem steinigen Boden nicht möglich.
Weiter führt der Weg in das "Aubrac-Hochland", wir wandern auf einer leicht gewellten Basalt- und Granithochfläche und gehen durch Weiden der berühmten Aubrac-Rinder. Es gibt da sogar Wintersportgebiete mit Skilift.
Am Ende des französischen Zentralmassiv steigen wir hinunter in das Tal des Lot Flusses, dieser naturbelassene Fluss wird uns bis zum Ziel "Cahors" immer wieder begegnen.
Malerische Orte mit dem Label "Les plus beaux villages de France" (heißt soviel wie "die schönsten Dörfer Frankreichs") liegen nun wie Perlen auf einer Kette vor uns. Der außergewöhnlichste von vielen ist "Conques" mit der "Abbatiale Sainte-Foy" (Abteikirche), ein über tausendjähriger sehr bedeutender Pilgerort!
Die letzten Tage pilgern wir in der Region "Oktzitanien" über die Kalkhochflächen der "Causses", ein faszinierendes Kalksteinplateau. Wir kommen an "Dolmen" (Grabkammern aus der Jungsteinzeit) und jahrhunderte alten "Cazellen" (Schutzhütten für Schäfer) vorbei, diese mystischen kleinen Gebäude dürfen wir auf diesem Abschnitt bestaunen.
Nach 17 erlebnisreichen Pilgertagen werden wir unser Ziel "Cahors" erreichen. Wir gehen über die Brücke vom Lot, gleich danach erwartet uns eine Pilgeranlaufstelle, und weiter geht es in die Altstadt hinein, welche vom Fluss Lot hufeisenförmig umschlungen ist und somit zur Halbinsel wird.
Die Kathedrale Saint-Etienne wird uns einladen um Anzukommen, und um diese doch lange Pilgerreise zu Fuß würdig zu beenden. Cahors ist eine mittelgroße Stadt, ein Meilenstein am Via-Podiensis mit den Sehenswürdigkeiten "Kathedrale Saint-Etienne" und der "Valentrebrücke". Diese bedeutende Pilgerstadt bietet im Zentrum etliche Lokalitäten mit einladenden Gastgärten um durstige und hungrige Pilger zu versorgen.
Nach einer Nacht in einem Hotel in Cahor, werden wir unsere Heimreise mit Bus/Zug nach Toulouse starten.
Detail - je Tag:
Fr. 21. Aug.: Anreise von Linz bis Le Puy-en-Velay
Mit Zug von HB Linz (4:10) zum Flughafen Wien (5:57); mit Flugzeug von Wien (7:25) nach Lyon (9:10); Fahrt mit Zug von Lyon (11:54) nach Le Puy (14:24) .... diese Zeiten sind noch nicht in Stein gemeisselt. (Stand: Jänner 2026)
Vom Bahnhof sind es nur wenige Minuten bis zum kleinen aber feinen Hotel Dyke, dort werden wir einchecken.
Der weitere Nachmittag und Abend steht grundsätzlich zur freien Verfügung, wer möchte kann mit mir in die zauberhafte Altstadt gehen, die Touristeninfo und einen der zahlreichen Gastgärten aufsuchen. Abendessen können wir ganz in der Nähe vom Hotel in einem guten Restaurant.
Sa. 22. Aug.: Besichtigung der märchenhaften Pilgerstadt "Le Puy-en-Velay"
Nach dem Frühstück im Hotel werden wir an diesem Tag diese ganz besondere Pilgerhochburg erkunden. Dieses Le Puy, in der Region "Auvergne-Rhône-Alpes" gelegen, ist für die Franzosen der wichtigste Marienwallfahrtsort. Auch beginnt hier "im Land der erloschenen Vulkane" der bekannteste und historischste französische Jakobsweg namens "Via Podiensis", der Ausgangspunkt ist mitten im Zentrum von Le Puy am "Place du Plot". Dieser sehr naturbelassene Via-Podiensis führt über 750 Kilometer bis nach Saint-Jean-Pied-de-Port, kurz vor den Pyrenäen und somit auch bis kurz vor Spanien.
Wir werden aber "nur" bis Cahors pilgern, das ist nicht ganz die Hälfte vom Via Podiensis, aber immer noch eine lange und fordernde Strecke!
Der Plan ist für diesen Tag folgender: wir werden uns ein Ticket für die wichtigsten Sehenswürdigkeiten besorgen. Die "Chapelle Saint-Michel-d'Aiguilhe" (die Kirche auf der Vulkan-Nadel), die "Notre-Dame de France" (riesige Marienstatue mit dem Kind auf der nächsten Vulkan-Nadel). Auch das Pilgermuseum gleich neben der Cathédrale Notre-Dame ist sehr spannend und infomativ über die Entwicklung und jahrhunderte alte Geschichte des Pilgerns auf dem Jakobsweg ins ferne Santiago de Compostela im Nordwesten von Spanien, sozusagen im "rechten Eck der Iberischen Halbinsel".
Natürlich ist auch die Kathedrale selber ein höchst fotogenes und äußerst kunstvolles Bauwerk aus dem 11. Jahrhundert, die Fassade des imposanten Westtores, der Eingang in die Kirche, ist eine besondere Augenweide. Diese "Basilica minor" wurde in die UNESCO-Weltkulturerbeliste aufgenommen.
Es gibt viele Gassen, Häuser und Winkel in dieser sympathischen Pilgerstadt zu entdecken, du wirst sehen und mir rechtgeben, dieses Le Puy-en-Velay ist einfach ein unglaublich faszinierender Ort, ganz besonders für Pilger!
1. So. 23. Aug.: Le Puy (670 m) - St.Privat-d'Allier (1.206 m 24 km (hm: auf 690, ab 450)
Um 7Uhr werden wir in der Kathedrale den Pilgersegen vom Bischof/Pfarrer bekommen, viele internationale Pilger werden da sein bei dieser berührenden Morgenmesse in der prächtigen Kirche von Le Puy. Danach gehen wir über die "rue des Tables" hinunter in die Altstadt zum Place du Plot, von dort starten wir dann in die Via-Podiensis.
Schnell werden wir die Stadt hinter uns lassen, dann wird der Weg kurz anstrengend, weil ziemlich ansteigend. Dafür werden wir mit einem tollen Blick zurück auf die Stadt Le Puy im Velay belohnt. Es führt der Jakobsweg dann stetig leicht berauf, wir werden einige kleine Dörfer und Weiler durchwandern.
Nach 15 Kilometer kurz vor dem Ort Montbonnet kommen wir zur Chapelle Saint-Roche (ist dem Heiligen Rochus von Montpellier geweiht). Dieser Saint Roche wird uns beinahe täglich auf unserer 17 Tage dauernden Fußwallfahrt begegnen, er sehr "populär" in Frankreich.
Gleich darauf kommen wir in das Bergdorf Montbonnet, dieses liegt auf beachtliche 1.100 MüM, es gibt eine Bar in der wir Mittagspause halten werden. Ein Stück weiter sind wir auf dem Höhepunkt dieses 1. Pilgertages, über 1.200 MüM. Von dort geht es dann, mit herrlichen Blick ins Tal des Flusses Allier, stark bergab und hinunter bis in das Dorf Saint-Privat-d'Allier, unserem Ziel für diesen ersten Pilgertag am Via Podiensis.
Am Ortsbeginn führt nach links der Weg zur sehenswerten Eglise St.Privat, diese sollten wir uns nicht entgehen lassen!
Ein paar hundert Meter weiter wartet dann ein altes charmantes Steinhaus, unsere Herberge auf uns. Wir dürfen in dem netten Haus übernachten, inkl. Halbpension. (Doppelzimmer und Mehrbettzimmer)
2. Mo. 24. Aug.: St.Privat-d'Allier (1.206 m) - Saugues (960 m) 20 km (hm: auf 890, ab 790)
Nach einer schwachen Stunde erreichen wir einen magischen Ort mit der Kapelle von Rochegude. Von einer verfallenen Burg ist nur noch ein Turm übrig. Auf dem Weg hinauf nach Rochegude bieten sich überragende Ausblicke auf den Ort und in das Tal.
Danach gehts hinunter nach Monistrol-d'Allier, über den Fluss Allier kommen wir in den Ort mit Versorgungsmöglichkeit.
Wir werden nach überschreiten des Flusses vom Gebiet "Velay" in das "Margeride-Bergland" wechseln, eine sehr dünn besiedelte Landschaft mit viel Wald und Weide wird in den nächsten Tagen auf spannenden Pilgerpfaden von uns begangen und "erlebt" werden.
500 Höhenmeter stehen uns bevor bis wir aus der Schlucht draußen sind. Am Anfang des Aufstieges kommen wir zu einer merkwürdigen Höhlenkapelle, die der Hl. Magdalena geweiht ist.
Haben wir den Aufstieg und Ausstieg aus der Schlucht geschafft, geht es zwischen 1.000 und 1.100 MüM gemütlich durch einige kleine Siedlungen weiter bis kurz vor unserem Tagesziel Saugues.
Einen Kilometer vor unserem Zielort kommen wir zu einer beeindruckenden hölzernen Skulptur, ein riesiger Wolf blickt von einer Anhöhe grimmig hinunter auf die Stadt Saugues.
Bald danach haben wir diesen Pilgertag geschafft, wir kommen am Rand der kleinen Stadt zu unserer Herberge. Ein sympatisches großes Steinhaus wird uns Herberge für die Nacht geben, inkl. Halbpension. (Doppelzimmer und Mehrbettzimmer)
Wer möchte kann die kleine interessante Stadt noch erkunden. Die Kirche Saint-Médard ist es wert, besonders das Diorama (Gläserner Sarg) des Hl. Benilde, geheimnisvoll und spannend. Aber so richtig spannend und auch ein wenig gruselig ist das Museum gleich neben der Kirche, dort wird die Geschichte der "Bestie von Gévaudan" dargestellt - ein riesiger Wolf hat in dieser Gegend im 18. Jahrhunder gewütet und über 100 Kinder und Frauen besitalisch getötet.
3. Di. 25. Aug.: Saugues (960 m) - Domaine du Sauvage (1.292 m) 19 km (hm: auf 780, ab 520)
Saugues liegt lieblich eingebettet in einer Senke des Hochlandes, das Land wird zunehmend wild und unwirtlich. Granitfelsen, Bäche, Wiesen und Kiefernwälder und Torfmoore bestimmen diese Gegend, nur selten ist ein kleiner Weiler oder ein Bauernhof zu sehen. Die Winter hier sind eisig und stürmisch.
Zur Hälfte dieser nicht langen Tagesetappe kommen wir in den kleinen Ort "Le Falzet", dort ist ein Bauernhof der einen Picknickbereich bereithält, Getränke und verschiedene Sorten Käse (aus eigener Produktion) anbietet. Da wäre eine Mittagspause lohnenswert.
Einige Kilometer weiter ergibt sich noch mal eine Möglichkeit für Einkehr mit Getränken und Bauernprodukte, der Ort heißt Chauzeaux, ca. 5 Kilometer vor dem Tagesziel.
Unser Ziel, die "Dômerie des Templiers du Sauvage" taucht dann auf einer Höhe von fast 1.300 Meter in der Landschaft auf. Dieses große und mächtige Gutshaus aus Granit mit großem Fischteich steht alleine auf weiter Flur.
In diesem von den Templern vor Ewigkeiten erbauten Haus, werden wir aufgenommen und versorgt.
Die Pilger werden mit Erzeugnissen der örtlichen Bauern am Abend und zum Frühstück bestens versorgt.
Übernachtung inkl. Halbpension. 5x Zweibettzimmer, 2x Vierbettzimmer und noch weiter Mehrbettzimmer stehen zur Verfügung.
4. Mi. 26. Aug.: Domaine du Sauvage (1.292 m) - St.Alban-sur-Limagnole (953 m) 14 km (hm: auf 120, ab 390)
Diese Etappe wird eine eher gemütliche, nur 14 Kilometer und wenige kurze Anstiege mit wenigen Höhenmetern.
Wir dürfen es gemütlich angehen, können an diesem Tag die angenehmen Pfade des Via-Podiensis voll genießen und vielleicht auch ein wenig an den Wildfrüchten des Margeride-Hochlandes naschen (Himbeeren, Brombeeren und Heidelbeeren).
Nach ca. 3 km kommen wir zum Col del'Hospitalet auf über 1.300 MüM, einst stand auf dieser Passhöhe ein Hospiz.
Ein Stück weiter der nächste nennenswerter Ort an diesem Tag - es gibt wenige - die Quelle Saint-Roch und kurz nachher die Chapelle Saint-Roch.
Der Chemin-de-Saint-Jacques-de-Compostel (Jakobsweg nach Santiago de Compostel) führt uns weiter abwärts, noch durch einen Weiler Le Rouget mit Herberge/Labstelle, bis wir dann bald in den Ort mit dem klingenden Namen "Saint-Alban-sur-Limagnole", unserem Tagesziel, ankommen werden.
Am Ortsbeginn kommen wir zu einem schönen Schloss in dem auch die Office de tourisme untergebracht ist.
Ein kurzes Stück weiter sind wir bei der beeindruckenden Kirche St.Alban mit auffalender und sehenswerter Glockenarkade.
Unsere Herberge befindet sich ganz nahe dem Kirchenplatz, die "Chambre d'hotes Saint Jacques" nimmt uns auf inkl. Halbpension.
1x Doppelzimmer, 4x Zweibettzimmer, 1x Vierbettzimmer ... stehen uns zur Verfügung.
5. Do. 27. Aug.: St.Alban-sur-Limagnole (953 m) - Aumont-Aubrac (1.050 m) 15 km (hm: auf 440, ab 360)
Die Ortschaften und Weiler sind an diesem Tag weiterhin sehr rar auf diesem weiterhin kargen Hochland namens "Margeride".
Über Stock und Stein führt uns der Jakobsweg zum Weiler Chabanes-Planes (Dorfplatz mit Wasserstelle) und weiter zum Croix de l'Azuel. Bald danach pilgern wir hinunter in ein grünes Tal und kommen dort zu dem lieblichen Ort Les Estrets.
Die Hälfte dieser wieder eher kurzen Etappe haben wir dann geschafft, mit etwas Glück bekommen wir dort in der örtlichen Gîte eine Mittagsverpflegung.
In diesem Tal mit dem Flüsschen Truyère endet das Margeride-Hochland und es beginnt das Aubrac-Hochland, das nächste spannende Wander-und Pilgergebiet für die kommenden drei Tage. Auch hier ist die Besiedelung äußert dürftig, Ackerbau gibt es auch nicht. Das wichtigste für die Einwohner sind die "Aubrac-Rinder", äußerst schöne mächtige Rinder mit tiefbraunen Fell und langen Hörnern, diese werden in den nächsten Tagen manchmal den Weg mit uns teilen.
Am restlichen Weg, noch 8 Kilometer, kommen wir nur mehr zu einer Ortschaft namens Bigose, dort findet man eine Herberge mit Picknickplatz und Getränke- bzw. Snackautomaten.
Aumont-Aubrac, unser Tagesziel, hat zwar nur 1.100 Einwohner, aber bietet etliche Herbergen, Lokalitäten und Geschäfte für die Pilger und Touristen. Diese schöne sympatische Gemeinde mit sehenswerter Kirche und freundlichem Ortsplatz wird uns in Empfang nehmen. Unsere Herberge "Gîte d'etape Les Sentiers Fleuris" liegt zentral mit Blick auf das Rathaus, es ist ein schönes altes Steinhaus mit Gartenanlage und schönen Blumen - inkl. Halbpension.
2x Doppelzimmer, 3x Zweibettzimmer, 2x Dreibettzimmer, 2x Vierbettzimmer ... stehen zur Verfügung.
Alle Zimmer mit eigener Dusche und WC
6. Fr. 28. Aug.: Aumont-Aubrac (1.050 m) - Nasbinals (1.160 m) 26 km (hm: auf 550, ab 410)
Eine lange aber wunderschöne Pilgeretappe wird unser Pilgerherz an diesem Tag höher schlagen lassen. Aber es ist Vorsicht geboten, durch die Weiden der Aubrac-Rinder, besonders wenn Junge dabei sind.
Es gibt keine wirkliche Einkaufmöglichkeit bis Nasbinals, wir werden aber durch den einen oder anderen Weiler mit Herberge kommen, um zumindest Wasser zu bekommen. Nach einer guten Stund werden wir den Ort La Chaze-de-Peyre erreichen, in diesem gibt es eine sehenswerte Kirche, Herberge, Wasserstelle und WC.
Danach führt der Via-Podiensis leicht aufwärts bis 1.200 Meter, auf dieser Höhe werden wir den restlichen Tag weitergehen.
Hier beginnt das Bergland von Aubrac. Eine geheimnisvolle Hochebene liegt vor uns. Nach Meinung mehrer Pilger, liegt ein großartiger Tag vor uns, den wir sicherlich als einen der schönsten in Erinnerung behalten werden.
Les Quatre Chemins werden wir nach 3-4 Stunden erreichen, ein Ort der sich für eine Mittagspause anbietet. Es gibt eine Herberge mit Barbetrieb in deutscher Sprache.
Den Rest des Tages pilgern wir ohne Wald, es geht ständig über Weiden (und auch durch Weiden), über Moorgebiete mit schönen hilfreichen Holzstegen und der Weg ist auch manchmal flankiert von niederen Trockensteinmauern.
Ca. 10 Kilometer vor Nasbinals könnte der Ort Finieyrols eine Gelegenheit bieten für eine Einkehr, hier ist eine Herberge (in der ich 2019 war) mit Restaurant.
Ein paar Kilometer weiter, im Ort Rieutort-d'Aubrac bietet sich an bei hausgemachten Kuchen und Heiß- bzw. Kaltgetränken eine Pause zu machen. Nach dieser Pause werden wir noch 1 1/2 Stunden pilgern, bis wir dann doch die lange Etappe geschafft haben und Nasbinals erreichen werden. Dieser 500 Einwohner Ort ist auch ein Wintersportzentrum, daher bieten etliche Häuser und Geschäfte ihre Dienste an, schön auch für die Pilger.
Sehenswert ist die äußerst schöne romanische Kirche "Notre-Dame-de-la-Carca" aus dem 11. Jahrhundert. Die Kirche besticht durch ihre Vielseitigkeit, die werden wir uns nicht entgehen lassen.
Unsere Herberge ist am Weg 500 Meter vor dem Zentrum, inklusive Halbpension. Abendessen ist nicht im Haus, sondern 10 min. zu Fuß ins Zentrum oberhalb der Kirche im Restaurant.
4x Doppel- bzw. Zweibettzimmer, 1x Dreibettzimmer stehen zur Verfügung.
7. Sa. 29. Aug.: Nasbinals (1.160 m) - L'Estrade (825 m) 24 km (hm: auf 480, ab 820)
Es geht weiter durch das mystische und faszinierende Aubrac-Land. Neun Kilometer bis zum Ort Aubrac gibt es nichts außer traumhafte Pilgerpfade, Weiden mit Aubrac-Rinder und ein wenig Wald. Nein, Verzeihung, es gibt eine verlassene Sennhütte "Pascalet" und noch eine Hütte, aber sonst nichts. Wir erreichen den höchsten Punkt der Via-Podiensis, 1.368 MüM bepilgern wir eine lang gestreckte, flache Kuppe. Selbstredend, daß die Ausblicke immer grandioser werden!
Früher, im Mittelalter, war hier ein dunkler dichter Wald. Für Pilger war es sehr gefährlich hier durchzuwandern. Räuber lauerten den armen Menschen auf, Wölfe waren auch eine ständige Bedrohung und bei Nebel und Schnee konnte man sich leicht verirren.
Da dürfen wir in unserer Zeit sehr froh sein, denn wir haben nichts zu befürchten, und können unbeschwert durch diese herrliche Aubrac-Gegend pilgern.
Nach dem höchsten Punkt ist es nicht mehr weit, wir werden leichten Schrittes über Wiesen, vorbei an einer großen weißen Madonna, hinunter in den (Pilger)-geschichtsträchtigen Ort und für Pilger im Mittelalter auch rettenden Ort names "Aubrac" kommen. Im Jahre 1120 wurde das Hospiz "Notre-Dame-des-Pauves" und das Kloster "Domerie d'Aubrac" gegründet. Die Klostergemeinschaft betreuten die Pilger, pflegten und versorgten Sie, bevor der Weg vorgesetzt wurde in Richtung Spanien und Santiago de Compostela.
In einem Gebäude mit Office de tourisme gibt es Einkehrmöglichkeit mit Verpflegung.
Danach führt der Weg 500 Höhenmeter und 7 Kilometer hinunter nach Saint-Chely-d'Aubrac. Am halben Weg dorthin gibt es eine Stelle mit Trinkwasser und etwas abseits vom Weg eine Herberge ... für alle Fälle.
Zur späten Mittagszeit werden wir den schon genannte Ort Saint-Chely-d'Aubrac erreichen. Da dürfen wir uns dann ausrasten und uns laben in der Bar/Brasseria oder Hotel/Restaurant oder sonstiger Lokalität im Zentrum.
Danach haben wir noch 2 Stunden bis zum Tagesziel, angenehme Pilgerpfade werden wir begehen bis zum Weiler L'Estrade, dort finden wir Herberge in der Gîte d'ètape Lestrade bei Madame Betty (ich war da 2019 für eine Nacht) - inkl. Halbpension, Betty kocht fantastisch!
Im Garten des renovierten Ferienhauses können wir uns in Liegestühlen von der erlebnisreichen und spannenden Etappe erholen.
Es stehen Mehrbettschlafräume mit Einzelbetten zur Verfügung, ich kann mich erinnern, daß durch Vorhänge notdürftig eine Privatsphäre geschaffen wurde.
8. So. 30. Aug.: L'Estrade (825 m) - Espalion (336 m) 18 km (hm: auf 430, ab 850)
Gleich zu Beginn wird uns ein herrlicher Wanderpfad meist durch Wald erfreuen, alte Steinmauern links und rechts säumen den romantischen Weg hinunter in Richtung Tal des Flusses Lot.
Nach etwas mehr als zwei Stunden "Genusspilgern", bis auf die letzten zwei Kilometer, gelangen wir in die kleine Stadt Saint-Côme-d'Olt. Für diesen sollten wir uns auf jeden Fall etwas Zeit nehmen um ihn zu besichtigen und Pause zu machen.
Dieser Ort hat eine faszinierende Altstadt welche von einem geschlossenen Ring von Gebäuden umfasst wird, man betritt diese durch eines der drei Stadttore. Viele historische Bauwerke sind dann zu bewundern, daher wird Saint-Côme-d'Olt mit dem Label "Les plus beaux villages de France" (die schönsten Dörfer Frankreichs) ausgezeichnet. Diese kleine Stadt ist die Erste, ab nun kommen diese "schönsten Dörfer" nacheinander, wie aufgefädelt am Via-Podiensis.
Wir begegnen hier erstmals dem Fluss Lot, ein naturbelassener Fluss, auf den wir bis nach Cahors immer wieder treffen.
Von dem zauberhaften Ort Saint-Côme-d'Olt führt der Weg hinunter zum Fluss Lot, dieser wird auf einer alten Pilgerbrücke überquert.
Auch wird mit der Überquerung des Lot das Aubrac-Hochland hinter uns gelassen, wir kommen in die "Causses", ein weitläufiges Kalksteinplateau, welches bis nach Cahors reicht, dem Ende unserer Fußpilgerreise.
Es geht danach beträchtlich hinauf, bis wir hoch oben am Hang des Lottales sind. Wir werden mit wunderbaren Ausblicken in das Tal, auf unser Tagesziel der Stadt Espalion, und der auf einem Vulkankegel thronenden Burgruine "Calmont-d'Olt" belohnt werden.
Nach dem Abstieg ins Tal kommen wir zur "Perserkirche", ein Bau aus rötlichem Sandstein aus dem 11. Jahrhundert - natürlich für Pilger hochinteressant.
Noch ein Stück dem Lot Fluss entlang und wir haben diese Etappe geschafft, wir werden in Espalion ankommen. Dies ist eine mittelgroße Stadt mit allem was man benötigt.
Die Lage unserer Herberge ist optimal, am Beginn der Altstadt, neben dem alten Schloss nahe am Fluss.
Hinweis: Rucksack darf nicht ins Zimmer mitgenommen werden.
Wir werden versorgt mit Halbpension und es stehen zur Verfügung: 4x Schlafzimmer mit 2 bis 4 Einzelbetten, jedes mit eigenem Bad und WC.
Espalion bietet einige Sehenswürdigkeiten, die Brücke "Pont Vieux" mit den historischen Gebäuden am Flussufer. Von einem Park hat man die beste Aussicht auf die Brücke und das "Palais Vieux" (dem alten Palast). Beide, Brücke und Palast sind aufgenommen in der UNESCO Weltkulturerbe.
9. Mo. 31. Aug.: Espalion (336 m) - Golinhac (645 m) 26 km (hm: auf 990, ab 685)
Der Burgberg mit der Burgruine "Calmont-d'Olt" sollte doch noch bestiegen werden bevor es weiter geht, ca. 20 min. dauert der Aufstieg von Espalion. (Oder am Tag davor!) Von dort oben wird ein großartiger Ausblick geboten über Stadt und Land.
Einige wenige Kilometer nach verlassen des Stadtgebietes stoßen wir auf die sehenswerte Kirche Saint-Pierre-de-Bessuéjouls. Auffallend ist, das diese Kirche zwei Ebenen hat, Kirche im Erdgeschoss und die Kapelle im Obergeschoss. Es gibt auch einen Rastplatz und Trinkwasser.
Danach gehts ziemlich bergauf um aber bald wieder hinunterzusteigen. Im Weiler Trédou werden wir wieder in der Nähe vom Lot sein, in diesem Ort gibt es einen schattigen Rastplatz samt Trinkwasser und WC.
Wir gehen wieder ins Gelände, aber ohne Höhenmeter und kommen nach dem Weiler Verrieres (Herberge, Kirche) zum Lot Fluss, dem wir mehr oder weniger folgen bis zu einem faszinierenden Ort.
Ein wunderbarer Blick wird uns eine halbe Stunde später erfreuen, der Ort "Estaing" - auch ein "Les plus beaux villages de France" (die schönsten Dörfer Frankreichs) - taucht vor uns am anderen Ufer des Lot auf. Es führt eine malerische gotische Brücke über das Gewässer in diese mittelalterlich anmutende Ortschaft, staunen wird angesagt sein!
Wir sollten uns die Zeit nehmen und vom Jakobsweg abweichen um diese sagenhaften Gebäude zu besichtigen. Die malerische Burg überragt das Städtchen, die Kirche Saint-Fleuret darunter ist nicht minder bezaubernd.
Nach diesem optischen Hochgenuss geht es zurück und über die "UNESCO-Weltkulturerbe" Pilgerbrücke und weiter auf der linken Seite des Lot Flusses. Nach einigen Kilometern wird es anstrengend, der Puls wird beim Aufstieg durch einen schönen Wald beschleunigt, nach beinahe 400 Höhenmetern wird es wieder einfacher. Halbmitte des Anstieges gibt es herrliche Ausblicke und einen Rastplatz um sich zwischendurch zu erholen.
Danach geht es wieder eher gemütlich weiter, 2 Kilometer vor dem Tagesziel ist noch ein Weiler namens Massip mit einer Bauernhof-Herberge.
Golinhac, unser Tagesziel, begrüßt uns mit einem schönen Steinkreuz, am Schaft ist ein Pilger mit Pilgerstab dargestellt, ein untrügliches Zeichen, daß wir auf dem richtigen Weg sind, für uns und für Millionen von Pilgern vor uns, die hier in den vergangenen Jahrhunderten durchgezogen sind. Unterkunft bekommen wir in der zentral gelegenen Herberge Les Roches, nur mit Frühstück, Abendessen im nahen Restaurant La Bastide.
10. Di. 1. Sept.: Golinhac (645 m) - Conques (280 m) 21 km (hm: auf 520, ab 885)
Gleich vorweg, ein optischer Hochgenuss jagt den anderen ... auf diesen Abschnitt der Via-Podiensis. Mit dem Tagesziel dieser Etappe steht ein weiterer, nein, DER Höhepunkt bevor, Conques, ein wundervoller und magischer Pilgerort. Aber vorher sollten wir noch dorthingehen, oder?!
Ein eher leicher Pilgertag mit 2x hinab und 1x hinauf steht uns bevor, gut so, je früher wir in Conques sind umso besser!
Der Jakobsweg führt uns durch weiterhin schöne Landschaften, ein paar Weiler werden durchwandert. Ein Rastplatz, nach einer Stunde lädt uns ein an einem Bach und Schatten spendenden Bäumen mit Trinkwasser Pause zu machen.
Nach gesamt 6,5 Kilometer kommen wir zu einer Herberge, danach haben wir in Espeyrac den Luxus bei der Kirche mit Wasserstelle anzuhalten und in der Gîte mit Epicerie etwas Verpflegung zu bekommen.
Nach gesamt 11,5 Kilometer dürfen wir uns auf eine Mittagspause mit Trinken und Essen freuen. Danach ist nur mehr kurz vor Conques die Kirche Saint-Marcel mit Wasserstelle, also 9,5 Kilometer fast nichts.
Der Weg führt durch einen Wald hinunter nach Conques, plötzlich tauchen sie auf - die 3 Türme der sagenhaften Abtei Sainte-Foy!
Wir werden staunend in den absolut mittelalterlichen Ort pilgern, jederzeit ist es möglich, daß ein Ritter hoch zu Roß um eine Ecke der alten Häuser auf uns zu kommt.
Eine Office de tourisme ist zu Beginn, dann gehen wir weiter vorbei an schön renovierten Fachwerkhäusern und schließlich auf das sensationelle Portal der Abbay Sainte Foy zu. Ein großartiges Kunstwerk erwartet uns mit dem Tympanon beim Eingang zur Kirche. Dieses Tympanon (viele Figuren und anderes sind in Steinen abgebildet) versucht dem einfachen Pilger das Jüngste Gericht vor Augen zu führen, bestimmt war dies unzählige Male gelungen. Beinahe eh klar: UNESCO-Weltkulturerbe!
Wir werden im Kloster unsere Unterkunft finden, inkl. Halbpension. Verschiedene Mehrbettzimmer stehen zur Verfügung.
PS: es gibt jeden Tag um 20:30 einen Pilgersegen, danach die Erklärung des Tympanons und Orgelspiel ... sehr schön, darauf dürfen wir uns freuen!
11. Mi. 2. Sept.: Conques (280 m) - Decazeville (210 m) 20 km (hm: auf 915, ab 995)
Wieder gleich vorweg, an diesem Tag wird unser Tagesziel aus den sensationellen der letzten Tage (und auch noch der Kommenden) ausscheren, aber dieses noch relativ junge Decazeville bietet ein einladendes Zentrum und es ist alles da was ein Pilger benötigt.
Nach dem Verlassen des großartigen kleinen Pilgerstädtchens kommen wir hinunter zum kleinen Fluss Dourdou und überqueren diesen auf einer UNESCO-Brücke aus dem 15. Jahrhundert.
Ein steiler Anstieg steht bevor, auf halber Höhe dürfen wir Pause machen bei der Chapelle Sainte-Foy. Da gibt es eine Quelle für Augenleiden ... hoffentlich auch gegen den Durst. Das steilste Stück ist geschafft, nochmal 150 Höhenmeter und der Atem und Puls können sich wieder beruhigen.
Es kommt eine Abzweigung auf uns zu, wir nehmen den linken Ast und gehen in das liebliche Dorf Noailhoc. Hier gibt es Einkehr- und Einkaufsmöglichkeit, und eine Kirche ... aber nach Saint-Foy wird uns diese nicht wirklich begeistern können.
Wir gehen relativ locker weiter mit schönen Ausblicken ins Land, besonders von der Kapelle Saint-Roch gleich nach Noailhoc. In einer weiteren Stunde erreichen wir den Weiler Fonteilles, dort gibt es einen Rastplatz mit Trinkwasser und WC.
Die nächsten 8 Kilometer sind normal aufregend und ohne Wasserstelle, also genug davon mitnehmen.
Der Jakobsweg führt eigentlich an Decazeville vorbei, wir aber haben unsere Herberge dort und nehmen den kurzen Umweg in Kauf. Es gibt eine Pilgeranlaufstelle und eine Office de tourisme, natürlich auch verschiedene Geschäfte und Lokale.
Unsere Herberge wird an diesem Tag ein Hotel sein inkl. Halbpension. Lage ist zentral nahe der Kirche.
Es stehen zur Verfügung: 2x Einzelzimmer, 3x Doppelzimmer, 2x Zweibettzimmer
12. Do. 3. Sept.: Decazeville (210 m) - Figeac (195 m) 29 km (hm: auf 765, ab 780)
An diesem Tag steht uns die längste Etappe bevor, es besteht die Möglichkeit diese mit einem Taxi abzukürzen.
Wir verlassen die Stadt, in der früher Bergbau mit Kohle- und Eisenabbau betrieben wurde, und kommen wieder zum Via-Podiensis. Nach kurzem Aufstieg erreichen wir die Chapelle Saint Roch, ja, wie schon erwähnt, dieser Heiliger Roches ist sehr popolär, er ist auch der 2.wichtigste Pilgerheilige, nach dem Heiligen Jakobus ... der in Santiago de Compostela "zuhause ist".
Nach der Kapelle pilgern wir wieder abwärts, kommen an drei Herbergen vorbei und der Lot Fluss taucht wieder mal vor uns auf. Diesen überqueren wir auf einer Brücke um in das Pilgerdorf Livinhac-le-Haut zu kommen. In diesem dürfen wir uns eventuell eine erste Pause erlauben, es gibt Geschäfte, Cafe und eine Pilgeranlaufstelle.
Aufwärts geht es weiter bis wir nach einer guten Stunde den Ort Montredon erreichen, Kirche mit Pilgeranlaufstelle (Getränke, Snacks und Kuchen). Es gibt eine Kirche vor dem Ort und eine Kirche im Zentrum nach der Mairie (Rathaus).
Es gibt am Weg des öfteren Gelegenheit für Trinkwasser und Verpflegung. Nach einigen Kilometern pilgern wir durch Saint-Felix und bald danach gelangen wir nach Saint-Jean-Mirabel. "Jeanne d'Arc" (Jungfrau von Orleans) steht neben der Straße auf einen steinernen Sockel, eine sehr gelungene Darstellung dieser stark verehrten Nationalheiligen hier in Frankreich, sie lebte und wirkte in der ersten Hälfte des 15. Jahrhunderts. Ähnlich wie Saint-Roch, werden wir ständig auf Jeanne d'Arc treffen, in Kirchen, Kapellen oder auch im Freien, so wie hier in Saint-Jean-Mirabel.
Einige hübsche Dörfer haben wir seit Livinhac durchwandert, noch haben wir 2 Stunden pilgern vor uns, auf schönen Wegen, aber ohne Wald und daher meist ohne Schatten.
Zum Ende dieser Etappe geht es abwärts bis zum Tagesziel, der mittelgroßen Stadt Figeac.
Wir werden gleich die Herberge ansteuern, ein Hotel am Beginn der Stadt direkt am Ufer des Flusses Cele.
Hotel des Bains, diesmal nur mit Frühstück. Für das Abendessen haben wir in der nahen Altstadt genug Auswahl. 3x Einzelzimmer; 3x Doppelzimmer und 2x Zweibettzimmer stehen zur Verfügung.
Einen ausgiebigen Besuch mit besichtigen der vielen Sehenswürdigkeiten der faszinierenden Altstadt werden wir am besten erst nächsten Vormittag machen, wir haben nämlich die kürzeste Etappe am nächsten Tag vor uns.
13. Fr. 4. Sept.: Figeac (195 m) - Mas de la Croix (300 m) 13 km (hm: auf 310, ab 150)
Nach dem Frühstück im Hotel werden wir uns Zeit nehmen um die überaus sehenswerte Altstadt von Figeac zu besichtigen. Dieser grandiose mittelalterliche Ort, mit liebevoll restaurierten Fachwerkhäusern. Wir werden durch die alten Gassen spazieren und werden die Bauwerke bestaunen, welche begnadete Meister ihres Faches vor Jahrhunderten erschufen. Einige Kapellen und Filialkirchen gibt es, aber die im 12./13.Jhd. erbaute Kirche Saint-Sauveur im Stil der Romanik und Gotik wird unsere Augen zum Glänzen bringen. Auch laden die vielen Gastgärten die Pilger und Touristen schon am Vormittag ein um ein Getränk und das mittelalterliche Ambiente zu genießen. Diese Altstadt von Figeac wurde mit dem Label "Villes et Pays d'art et d'histoire" (dt. Orte und Regionen der Kunst und Geschichte).
Gegen Mittag sollten wir dann aufbrechen, es wartet am Ziel dieses Tages eine Herberge mit Pool ... der wird vielleicht Gold wert sein!
Gleich zu Beginn steigt der Via-Podiensis an, wir kommen in das Gebiet "Quercy". Ein großes Kalksteinplateau, dieses ist geprägt durch Vegetation von verkrüppelten Eichen, kleinen Ahornbäumen und Wacholder. Nach Meinung etlicher Pilger ist die Überquerung Quercy eine der schönsten Abschnitte des gesamten Jakobsweges bis ins ferne Santiago de Compostela in Spanien.
Wir kommen nach einer Stunde zum Ort La Cassagnole (Herberge) und wieder soweit zum Ort Faycelles, dort gibt es eine Kirche mit Wasserstelle, WC und Boulangerie. Dies ist ein sehenswertes Dörfchen mit engen Gassen und renovierten Steinhäusern.
Der Ausblick ins Tag wird auch ein hochgelobter sein.
Noch 6 Kilometer und der kurze Pilgertag wird geschafft sein. Wir werden vom Jakobsweg abweichen, um zu unserer Herberge zu gelangen. Ein besonders schönes Haus wird uns aufnehmen, inkl. Halbpension mit lokalen Produkten.
Die prächtige Gartenanlage mit Pool bietet uns eine herrliche Möglichkeit uns zu erholen und zu regenerieren.
1x Fünfbettzimmer; 1x Vierbettzimmer; 1x Dreibettzimmer (Doppelbett u. Einzelbett) - jedes Zimmer mit Dusche und WC - stehen zur Verfügung.
14. Sa. 5. Sept.: Mas de la Croix (300 m) - Cajarc (155 m) 20 km (hm: auf 430, ab 550)
Es steht eine eher leiche Etappe bevor, nur der Abstieg am Ende des Tages in das Lottal nach Cajarc wird uns ein wenig herausfordern. Wir gehen nun in den regionalen Naturpark namens "Causses du Quercy", die Causses sind Karstgebiete, wir pilgern sozusagen auf "schweizer Käse". Im kalkigen Steinboden sind tausende von Höhlen und unterirdische Flüsse, die Wurzeln versorgen den Baum mit dem nötigen Wasser aus ungefähr drei Meter.
Nach einer Stunde, nach dem Weiler Mas de Surgues, sehen wir am Wegrand ein eigenartiges kleines Gebäude. Eine "Cazelle" steht in der Weide, diese kleinen runden Trockensteinhütten sind typisch für diese Gegend und dienten früher zum Schutz für Schäfer und Schafe.
Weiter führt der Weg abwechselnd durch Wald und entlang von Weiden bis wir in den Ort Grealou (Kirche, Epiceri) kommen und bald darauf auf das nächste seltsame Steingebilde stoßen. "Dolmen", was ist das denn wieder?! Grabkammern aus der Jungsteinzeit, aufrecht stehende große Steine mit einem oder mehreren Decksteinen. Also schon sehr sehr alt. Diese können wir in aller Ruhe besichtigen und auch Pause machen, es ist ein Rastplatz mit WC vorhanden.
Danach sind etwas mehr als 8 Kilometer, es gibt keine Gelegenheit mehr Pause zu machen oder für Trinkwasser.
Kurz vor Cajarc ist noch ein fordernder Abstieg zu bewältigen, mit der Grotte de Lacaunhe - eine Höhle im Felsen mit Quelle.
Danach haben wir es geschafft, wir kommen in das hübsche Städtchen im Talkessel des Flusses Lot. Gleich am Ortsbeginn ist ein schöner weitläufiger Platz mit Office de tourisme, Gastgärten und Geschäften. Das Zentrum ist malerisch mit seinen schönen Steinhäusern und der Eglise mit Pilgeranlaufstelle.
Unser Herberge befindet sich am westlichen Rand des Ortes, eine Gîte mit Halbpension und ... wieder ... ein Pool wartet auf uns.
Es gibt Einzel-, Doppel-, Drei-, Vier- und Sechsbettzimmer.
15. So. 6. Sept.: Cajarc (155 m) - Limogne-en-Quercy (300 m) 18 km (hm: auf 460, ab 315)
Nach dem Verlassen des Ortes, der auch bei Touristen wegen seiner Wassersportmöglichkeiten sehr beliebt ist, gehen wir zunächst auf eine Halbinsel, welche vom Lot Fluss umflossen wird. Dort steigt der Weg kurz und knackig hinauf zur Chapelle de la Madeleine, kommen an einer Herberge vorbei um dann die Halbinsel mit Hilfe einer Brücke über den Lot zu verlassen.
Wir pilgern wieder hinauf auf die Hochfläche der Causses, der Via-Podiensis führt uns durch lichten Wald von Weiler zu Weiler .
Nach 8 km in Mas de Jantille gibt es eine Herberge mit "deutscher Sprache", bald danach gibt uns ein Rastplatz mit Wasser die Möglichkeit für eine Pause (Steinhütte bietet Schutz) und ein schöner Ausblick wird dem Pilger auch noch geboten.
Weiters streifen wir den kleinen Ort Saint-Jean-de-Laur, wenn wir 200 Meter Umweg in Kauf nehmen gibt es im Ort eine Pilgeranlaufstelle inkl. Labstelle.
Zwei Stunden werden noch benötigt um die Etappe geschafft zu haben und in Limogne-en-Quercy anzukommen, dieser liebliche Ort wird von Wald umgeben. Gîte La Maison, heißt unsere Herberge, ein interessantes Steinhaus mit knallroten Holzfensterläden.
Wir werden versorgt mit Halbpension, zur Auswahl der Zimmer haben wir: 2x Zweibettzimmer; 2x Dreibettzimmer; 1x Doppelzimmer.
16. Mo. 7. Sept.: Limogne-en-Quercy (300 m) - Mas de Vers (280 m) 23 km (hm: auf 220, ab 260)
Leicht ansteigend aus dem Ort hinaus beginnt diese Etappe, wir haben nur noch 2 Pilgertage vor uns bis zum Ziel in Cahors.
Es warten keine nennenswerten Auf- und Abstiege, meistens dürfen wir durch Wald pilgern - gut, denn die Sonne könnte uns schon noch einheizen. Auch an Dolmen werden wir nach kurzer Zeit wieder vorbeikommen, aber die sind etwas abseits vom Weg.
Nach ca. 3 Stunden kommen wir in den geschichtsträchtigen Pilgerort Variaire, ein paar hundert Meter abseits vom Via-Podiensis. Dieses Dorf bietet Einkausmöglickeit und Herberge, also wäre da eine Pause passend.
Zwei Kilometer weiter kommen wir an einem Campingplatz vorbei, danach werden wir bald nach Bach kommen, ein kleiner Ort mit Restaurant (offen?), es gibt dort einen Rastplatz mit Trinkwasser und WC - auch einige Herbergen bieten ihre Dienste an.
Danach sind noch 9 Kilometer zu schaffen, kommen am Weg an einer Herberge vorbei - ansonsten gibt es nichts, abgesehen vom Ort Vaylats, der ist aber einen Kilometer abseits vom Weg.
Unser Ziel des Tages "Mas de Vers" ist ein kleiner Ort mit ein paar Bauernhäusern. Die Herberge steht ein wenig abseits des Dorfes, ein alleinstehendes schönes und einladendes Haus namens "Gîte de Poudally", inkl. Halbpension und wieder mit Pool - schön!
2x Einezlzimmer; 4x Doppelzimmer; 1x Vierbettzimmer und 1x Sechsbettzimmer stehen zur Verfügung.
17. Di. 8. Sept.: Mas de Vers (280 m) - Cahors (125 m) 18 km (hm: auf 280, ab 360)
Voller Vorfreude werden wir den letzten Tag unseres weiten Weges von Le Puy bis Cahors in Angriff nehmen. Was werden wir nicht alles erlebt haben? Freude, Glück, Begegnungen, Landschaft, Bauwerke werden unserem Pilgerherz gut getan haben, wir werden die Strapazen und Entbehrungen rasch vergessen haben, nach dem Erreichen unseres großen Zieles "Cahors".
Der Via-Podiensis ist hier ein vielfältiger Höhenweg mit dürftig bewachsenen Hängen und etlichen Waldgebieten.
Viele Denkmäler zeugen von einer schrecklichen Zeit, dem zu Ende gehenden 2. Weltkrieg. Im Juni 1944 wüteten die Nazis in dieser Gegend und waren grausam zu den Einwohnern und den Widerstandkämpfern, sehr viele fanden den Tod.
Am Weg gibt es einige Möglichkeiten für Trinkwasser, mit der Versorgung von Essen aber dürfen wir nicht wirklich rechnen. Das
heißt es sollte vorgesorgt werden, wie immer halt!
Am Ende des Höhenweges, bevor es hinuter geht nach Cahors, ergeben sich großartige Ausblicke auf die Stadt (21.000 Einwohner) und das Tal des Lot. Nachdem der steile Abstieg geschafft ist, kommen wir zum Fluss, werden diesen auf einer Brücke überqueren und in die von Lot hufeisenförmig umschlossene Stadt gehen. Ein Brückenhäuschen ist die Pilgeranlaufstelle, diese versorgt die Pilger mit Informationen jeder Art und hat in der Regel auch etwas zu Trinken parat.
Wir werden zur Kathedrale pilgern, um dort für die (hoffentlich) glückliche Ankunft mit einer Andacht zu danken.
Danach warten etliche einladende Gastgärten auf die Pilger um sie mit Getränken und vielem mehr zu versorgen. Cahors ist bekannt für seine Kulinarik, das Essen und der Wein sind hervorragend ... und daher ist bei Pilger besonders beliebt.
Die Stadt bietet etliche berühmte Bauwerke, zwei sind besonders hervorzuheben. Die Kathedrale Saint-Étienne mit ihren ausßergewöhnlich großen Rundkuppeln und der Valentre-Brücke, eine der besterhaltenen befestigten Brücken des Mittelalters. Besonders sind ihre acht Bögen und drei Türme.
Das Hôtel-JeanXXII wird uns Unterkunft bieten (inkl. Frühstück) für diese letzte Nacht unserer Pilgerreise. Es stehen genug Einzel- und Doppelzimmer zur Verfügung.
Mi. 9. Sept.: Rückreise von Cahors nach Adlwang
Wir werden mit dem Zug/Bus in die etwas mehr als 100 Kilometer entfernte Großstadt Toulous fahren. Von dort mit dem Flugzeug nach München fliegen und weiter mit dem Bus nach Adlwang, etc. gelangen.
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