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Jakobsweg Vorarlberg
81 Kilometer am faszinierenden Jakobsweg von St.Anton bis Rankweil
von Do. 16. bis Mo. 20. Juli 2026.
Gesamt 5 Tage
Anmeldeschluss: 15. Mai - Je früher umso besser (max. 10 Personen)
Preis: zw. € 460,- und € 500,-
... im Preis enthalten:
- Zug: Anreise und Rückreise (Linz - St.Anton; Rankweil - Linz)
-Pilgerbegleitung/Betreuung am Weg
- Pilgerpass
- 4 Übernachtungen in Pension / Kloster (1x Halbpension; 3x Frühstück)
Pilgergruppe: von 6 bis ca. 12Personen
An- Rückreise / Etappen:
Do. 16. Juli: Fahrt mit Zug von Linz nach St.Anton
Fr. 17. Juli: St.Anton - Langen am Arlberg 18 km (hm: auf 680, ab 720)
Sa. 18. Juli: Langen - Bludenz 28 km (hm: auf 300, ab 960)
So. 19. Juli: Bludenz - Feldkirch 25 km (hm: auf 570, ab 640)
Mo. 20. Juli: Feldkirch - Rankweil 8km (hm: auf 170, ab 160)
Nachmittag: Rückreise mit Zug von Rankweil (16:07) nach Linz (21:15)
Detail - je Tag:
Do. 16. Juli: Anreise nach Sankt Anton
Wir werden am Donnerstag (8:45) mit dem Zug vom Bahnhof Linz nach Sankt Anton reisen. Um ca. 13:25 Uhr sollten wir in Sankt Anton ankommen. Den restlichen Tag werden wir nutzen, diesen berühmten Skiort kurz vor dem Arlberg ein wenig zu erkunden und uns an die "Höhenluft" (beinahe 1.300 MüM) zu gewöhnen. Hier ist ja "die Wiege des alpinen Skilaufs" ... angeblich.
Herberge haben wir in einer Pension am Rande des Ortes, inkl. Frühstück!
Fr. 17. Juli: St.Anton - Langen 18 km (hm: auf 680, ab 720)
Wir gehen durch den Ort, werden nochmal die vielen Hotel, Geschäfte, etc., betrachten - ja, da ist bestimmt richtig viel los in diesem mondänen Wintersportort, zugleich der letzte Ort vom Stanzertal und Tirol. Vor uns liegt der Arlberg, dahinter beginnt dann das Klostertal und Vorarlberg.
Der schönste Abschnitt des Österreichischen Jakobsweges liegt vor uns (meine Interpretation). PS: Ich kenne den Jakobsweg von Ost nach West durch Österreich, ca. 800 Kilometer von Wolfsthal (an der Donau, gegenüber ist Bratislava) bis Rankweil in Vorarlberg.
Bald nach St.Anton gehen wir der Rosanna entlang und gelangen in die faszinierende "Rosannaschlucht". Es geht nun immer Bergauf, beinahe 600 Höhenmeter gilt es zu bewältigen. Zuerst haben wir noch ein einfaches pilgern entlang des Gebirgswassers der Rosanna, ab dem "Schnanner Märchenwald" wird der Puls aber steigen, die nächsten 2km haben wir 400 Höhenmeter zu besteigen. Wir kommen zur sehenswerten Stiegenegg-Kapelle, dort haben wir die Gelegenheit für ein Rast. Die Arlbergstraße wird uns dann in die "Quere" kommen, danach pilgern wir über Skipisten hinauf bis zum Maiensee. Zur Mittagszeit werden wir uns dort dann freuen dürfen über das Erreichen des höchsten Punktes dieses Tages (zugleich ist hier der höchste Punkt des Österreichischen Jakobsweges = 1.850 MüM).
Im Maiensee darf auch gebadet werden, eine ideale Abkühlung für diejenigen die auch ein wenig mutig sind!
Danach gehts ein Stück hinunter in den Ort St.Christoph am Arlberg. Im GH Valluga ist geplant einzukehren um uns zu stärken, auch ein Pilgerstempel wird dort aufliegen.
Danach gehts nur mehr bergab, auf spannenden Bergwegen mit Aussicht auf diese Traum-Gebirgswelt, wie schön, ein einziger Genuss! Es führt der Vorarlberger-Jakobsweg moderat abwärts, wir kommen an der Talstation der Seilbahn namens Valfagehr vorbei, um bald danach über/durch einen Graben hinunter Richtung dem Ort Stuben, dem ersten vom Klostertal, zu gelangen. In diesem Bergdorf, ganz nahe an den Arlberghängen, werden wir anhalten für eine lohnende Pause - wir dürfen die Arlbergüberquerung ein wenig feiern, das Hotel "Arlbergstubn" hat eine feine Terasse - ich kenne die pilgerfreundliche Chefin von meiner Pilgerreise im Jahr 2019 (Adlwang - Santiago).
Danach haben wir noch lockere 3 Kilometer entlang des Gebirgsbaches Alfenz, im hier beginnenden Klostertal zu pilgern, bis zu unserem Tagesziel "Langen am Arlberg". Langen liegt ungefähr so wie St.Anton auf etwas mehr als 1.200 MüM,der Arlbergtunnel der Autobahn kommt hier wieder aus dem Untergrund/Berg heraus. Beinahe 14 Kilometer führt der Tunnel durch den Arlberg von St.Anton bis Langen und verbindet somit Tirol mit Vorarlberg, bzw. das Stanzer- mit dem Klostertal.
In Langen, einem Ortsteil vom Ort Klösterle, werden in einer Pension übernachten können.
Sa. 18. Juli: Langen - Bludenz 28 km (hm: auf 300, ab 960)
Weiter meist Talwärts führt uns der Camino von Vorarlberg, nur wenige kleine Anstiege stehen an diesem Pilgertag bevor, ist auch gut so, denn diese Etappe ist mit 28 Kilometer ziemlich lang.
Auf der rechten Seite des Tales wandern wir nahe am Berghang Richtung Klösterle. Kurz vorm Ort kommen wir nahe an den "Wäldletobel-Wasserfall". Bei Trockenheit sind die Wildbäche - in Vorarlberg haben sie den lieblichen Namen "Tobel" - aber des öfteren nicht vorhanden, kein Wasser, manchmal kein Tobel.
Die nächsten 2 Stunden pilgern wir weiter auf interessanten Wegen bis nach Dalaas, manchmal vorbei an typischen regionalen Bauernhöfen. Die der Arlbergstraße verläuft links von uns durch dieses meist enge Tal, wir werden weit genug von dieser entfernt - somit "stört" sie uns nicht.
Nach Dalaas wechseln wir die Talseite, es geht nun links weiter. Nach einer Siedlung und weiteren Waldweg kommen wir zu einem Naturdenkmal, dem "Fallbach-Wasserfall", dieser stürzt sich 610 Meter über die imposante Fallbachwand herunter. Danach wandern wir hinunter zur Alfenz, überqueren diese und kommen nach einer Stunde lockerem Pilgern in den Ort Innerbraz. Im "Brazer Gebiet" (Inner- und Außerbraz) wird nun das Klostertal weiter, wir gehen durch Siedlungen, Wiesen, Weiden und passieren auch einen Golfplatz. Am Ende von Braz kommen wir zur Kapelle zum Heiligen Leonhard, von dort führt der Jakobsweg hinauf ins Gelände. Auf der Anhöhe haben wir noch das letzte Stück dieser Etappe durch Waldgebiet vor uns. Am Ende des Waldes gehen wir hinunter - vorbei an der "Gedanken-Schmiede" ("Denken müssen wir ja sowieso. Warum dann nicht gleich positiv?", von Albert Einstein) - und kommen zu unserer besonderen Herberge, dem Kloster St.Peter. Dieses befindet sich am Beginn der Stadt Bludenz.
So. 19. Juli: Bludenz - Feldkirch 25 km (hm: auf 570, ab 640)
An diesem Tag werden wir vom Arlbergweg mehrmals hinauf und wieder hinunter geführt, abwechslungsreich und fordernd.
Wir starten vom Kloster und spazieren durch die sehenswerte Stadt, danach rechts von der Bezirksstadt am Waldhang entlang bis nach Nüziders (dieser Ort ist schon mit Bludenz zusammengewachsen). Weiter am Hang gelangen wir in die Ortschaften Ludesch und gleich danach nach Thüringen. Da dürfen wir uns bestimmt eine Pause in den einladenden Gastgärten genehmigen.
Es wird danach wieder bergauf gepilgert bis zum Weiler Schnifis, sehr sehenswert ist dort das uralte "Rheintalhaus". Wir sind nun schon im Bereich/Beginn des Bregenzerwaldes. Auf angenehmen Pilgerweg dürfen wir weitergehen bis zum nächsten kleinen Ort Röns. In diesem, über dem Illtal gelegenen Ort, gibt es nicht viel, die Kirche ist aber sehenswert.
Nach wie vor ist der Pilgerweg sehr verträglich für unsere Füße, mit viel Waldboden und wenig Asphalt. Wir kommen. leicht talwärts wandernd, in den im Walgau gelegenen Ort Satteins. Der Weg leitet uns zur Kirche im Zentrum des Ortes, da dürfen wir ein wenig rasten und diese dem Heiligen Georg geweihte Kirche besuchen.
Noch ca. 2 Stunden werden wir zu pilgern haben, gleich nach Satteins kommen wir hinauf auf den "Melkboden", queren die Rankweilerstraße und marschieren den Walgauweg weiter bis wir hinunter zum Fluss Ill kommen. Einige Minuten später werden wir diese Pilgeretappe geschafft haben, in einer Pension ca. 1,5 km vor Feldkirch bekommen wir Herberge für die kommende Nacht.
Ein Ausflug in die sehr sehenswerte Altstadt von Feldkirch wäre noch spannend, vorausgesetzt wir sind nicht zu müde!
Mo. 20. Juli: Feldkirch - Rankweil 8 km (hm: auf 170, ab 160)
Wir können an diesem Tag die Altstadt von Feldkirch noch besuchen, falls dies am Vortag keine Interesse mehr gefunden hat - ich würde die Besichtigung nicht auslassen, Feldkirch bietet eine der besterhaltenen mittelalterlichen Stadtkerne Österreichs und geht zurück bis in das beginnende 16. Jahrhundert. Die Häuser sind unglaublich, die Fresken an den Fassaden bestaunenswert, die werden jeden Tag x mal fotografiert ... bestimmt auch von uns! Nicht zu vergessen ist auch der Dom St. Nicolaus, die bedeutendste gotische Kirche Vorarlbergs.
Nach verlassen der Altstadt gehen wir hinauf zur nahen Schattenburg, diese ist ebenfalls spannend und sehr besichtigungswürdig. Danach pilgern wir auf dem Walgauweg Richtung Rankweil, kommen gleich zum Schloss Amberg, dieses lassen wir aber links liegen - sonst kommen wir nie nach Rankweil!
Der Walgauweg führt uns sanft entlang eines Waldhanges zu unserem großen und endgültigen Ziel nach Rankweil. Unter uns kommt plötzlich die Autobahn aus dem Berg, ein Stück weiter dann ein sehr erhebender Anblick, die Basilika von Rankweil thront eindrucksvoll auf dem Liebfrauenberg, dahinter ragen die Berge des Bregenzerwaldes in den Himmel!
Ein ganz bedeutender Wallfahrtsort liegt faszinierend vor uns, die Basilika minor von Rankweil wurde auf einem ganz besonderen Kraftplatz errichtet, auf einem kleinen Berg mit einem das Herz erwärmenden Namen: "Liebfrauenberg", dieser war schon 1.800 Jahre vor Christus nachweislich besiedelt.
Wir werden dankbar die Stufen hinaufsteigen zu dieser Kirche und uns Zeit nehmen einiges von diesem sehr viel bietendem Gotteshauses zu erfahren. Eine Ankommensandacht wird uns ruhig werden lassen, auch werden wir glücklich sein an diesem Ort zu verweilen, auch werden wir voller Freude und Stolz auf die Tage am Vorarlberger Jakobsweg zurückblicken!
Nach diesen bewegenden nachhaltigen Momenten dürfen wir uns in einem GH des Ortes stärken und auf die gelungene Pilgerreise zu Fuß von St.Anton über den Arlberg bis zum Ende des österreichischen Jakobsweges anstoßen.
Am Nachmittag (14:29) wird per Zug die Heimreise nach Linz angetreten, Ankunft 20:15.
Vielen Dank für Dein Interesse, ch würde mich sehr freuen auf ein gemeinsames Pilgern.
LG Helmut der Pilger!
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