Aigen/Schlägl - Helfenberg (24 km)

Ja was machen denn die da? Ein Naturdenkmal ist dieser sehr dicke und sehr alte Baum, ein wahrer Kraftspender, diese Energie wollten wir versuchen ein wenig "anzuzapfen".

Nach dem Frühstück mit besten regionalen Produkten begannen wir den Pilgertag im Regen. Aber es war ein leichter Regen, kein Wind und somit trotzdem sehr angenehm zu pilgern. Zu Mittag war es wieder trocken und die Sonne verwöhnte uns am Nachmittag wieder mit ihren wohltuenden Strahlen.

Der Weg führte uns zu den Fischteichen, danach immer entlang der großen Mühl bis nach Haslach. Es war ein wahrer Genuss, beinahe immer durch Wald und neben dem Gewässer, auch schön, wenn man durch Wasserlachen gehen kann und es nicht staubt am Weg!

Im Wald gingen wir durch das Jungholz ganz nahe zur gr. Mühl, da hatten wir das seltene Glück, dass der Wald zu uns sprach: "Ich bin der Wald, ich bin uralt ...."

Wir kamen zur Furtmühle, leider gibt es dieses Gasthaus seit ein paar Jahren nicht mehr, so machten wir die Jausenpause unter einem Baum, neben der aufgestauten gr. Mühl.

Wieder auf weiterhin sehr angenehmen Pilgerpfaden ganz nahe am Fluss, immerwieder auch auf dem "Weg der Entschleunigung", kamen wir Haslach näher. Da hatten wir die Hälfte der Etappe geschafft und kehrten im GH zum alten Turm ein. Ein Stadttor aus dem Mittelalter war ein echter Hingucker und sehr fotogen, gleich danach das Gasthaus.

Wir durften unser nassen Ponchos und sonstiges ausziehen und zum Trocknen aufhängen, die Wirtin war äußerst nett und verständnisvoll. Das gute Mittagessen gab uns die Kraft um den zweiten Teil des Tages zu bewältigen.

Die Kirche von Haslach ist sehr sehenswert und steht auf einem steilen Hang "über" der steinernen Mühl. Diese fließt ein paar Hundert Meter weiter in die große Mühl, von dort gehts dann ab in die Donau ... da wurde im 19. Jhd. das Holz aus dem Böhmerwald bis nach Wien geschleust, zuvor wurde dieses aber noch mit Hilfe des "Schwarzenberger Schwemmkanales" aus den tiefen des Böhmerwaldes über die Wasserscheide "herübergeholt" ... dieser Schwemmkanal wird auch das 8.Weltwunder genannt, eben weil die Wasserscheide (Donau / Moldau) überwunden wurde. Genial und sehr wichtig für Wien.

Nun war die steinerne Mühl unser Weggefährte, dieser flussaufwärts folgend marschierten wir wieder durch herrliche Wald- und Wiesenwege in Richtung Helfenberg, unserm Tagesziel.

Beinahe keine Asphaltkilometer, das machte das Pilgern zu einem Genuss, sehr abwechslungsreiche Pfade führten uns bis kurz vor Helfenberg, da waren dann die schönen Weg vorbei. Die letzten paar Kilometer wurde auf Asphalt zurückgelegt. Alle schafften den langen Tag und die Freude und der Appetit waren groß, als wir beim GH Haudum mitten in Helfenberg das großartige Essen zu uns nahmen. Gebratene Speckknödel, z.B. - eine Wucht, wo gibts den das sonst noch. PS: Haudum ist berühmt für seinen Speck!

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