Was für ein großartiger Pilgertag neigte sich dem Ende zu, und dann noch dieses Szenario ... einfach nur SCHÖN!
Ja, aber bis dorthin hatten wir noch spannende und abwechslungsreiche Wanderwege mit vielem Sehenswerten vor uns. Auch anstrengender als der vorherige Pilgertag wurde dieser, mit doch ca. 900 Höhenmetern.
Eine Morgenandacht in der Kirche neben dem GH Haudum wurde gehalten, bevor es bei bestem Wetter losging.
Sofort führte der Weg (nun "Granitweg") hinauf durch eine Siedlung und weiter über Wiesenwege bis zur Burg Piberstein.
Wir waren motiviert und alle waren glücklich, hier auf diesem herrlichen Fleckchen Erde pilgern zu können. Am Morgen ist es immer am Schönsten, nochdazu wenn das Wetter so supi ist!
Weiter über Wiese, danach aber gleich der nächste Anstieg in einen Wald hinauf. Der Puls wurde gemessen, somit konnte ungefähr festgestellt werden, wer gut "beinander" ist - sprich "fit" ist -- ich hatte 130! Naja ...
Bei einer Lichtung war es dann vorerst vorbei mit bergauf pilgern. Wir gingen danach lange durch einen Wald und kamen schön langsam auf 900 Meter über dem Meer. Links unter dem Waldhang lag der Ort Traberg, in der Nähe war die Waxenburg - diese konnten wir aber nicht sehen. Nach dem Wald "öffnete" sich die Landschaft, wir konnten weit ins Land hineinblicken, dieses Mühlviertel ist ein wahres Wander- bzw. Pilgerparadies, da waren wir uns alle einig!
Nach weiterem schweißtreibendem Anstieg erreichten wir Oberneukirchen, die Hälfte der Pilgeretappe vom Tag war geschafft. Nach dem Besuch der Kirche - sogar einen Pilgerstempel fanden wir für unsere Pilgerpässe - gönnten wir uns im Gastgarten vom Caffee Manuel eine Pause mit Stärkung. Es kamen ständig mehr Menschen, Wanderer, Radfahrer und Motorradfahrer kehrten beim "Manuel" ein. Ist auch eine sehr nette und gute Lokalität, mit vielen Versuchungen - diesen konnten und wollten wir auch nicht wirklich widerstehen.
Weiter führte uns - nun der "Kraft-Quelle-Baum-Weg" und auch immerwieder der "Weg der Entschleunigung" - weiter übers Land, vorbei bei Bauernhäusern, Waldstücken und kamen so zur Burgruine Lobenstein. Von dort marschierten wir einen urigen Waldpfad hinunter in Richtung große Rodel, der Ort Zwettl lag ein paar Kilometer links von uns.
Über eine abenteuerliche Brücke überquerten wir die gr. Rodl, über Wiesenweg kamen wir zur Landesstraße, dieser folgend erreichten wir den kleinen Ort Untergeng mit dem GH Wasserwirt. Hier machten wir eine letzte Einkehr, im sehr einladenden Gastgarten, bevor der letzte und steilste Anstieg des Tages gemeistert wurde. Ein Hochgenuss sind die Gasthäuser hier im Mühlviertel, sehr freundlich, super gschmackig und natürlich regional, mit großen Portionen und humanen Preisen, vielen Dank an alle Wirte/innen für Ihre Dienste und Produkte! Hoffentlich bleibt das noch recht lange so.
Der steile Wiesen- und Waldweg, es ging richtig zur Sache, wurde bedächtig in Angriff genommen ... es wurde ruhig.
3oo bis 400 Höhenmeter, beinahe immer steil hinauf, das war schon eine Leistung.
Danach führte uns Weg schon in Richtung GIS-Warte, wir bogen aber nach rechts ab und kamen danach zu unserer Herberge dem "Lamahof Weixelbaum". Eine tolle Unterkunft mit großen Zimmern und diese waren besonders schön gestaltet. Wir hatten das Haus für uns alleine, die Familie Weixelbaum umsorgte und versorgt uns bestens mit Abendessen und Getränken.
Auch die Lamas im Stall daneben waren eine zusätzlich Bereicherung für diesen an sich schon sehr vielfältigen und erlebnisreichen Tag.
Danach gab es in der gemütlichen Stube der Herberge noch einige Aktivitäten. Erstens das "Wissensquiz": es gab 10 Fragen betreffend der vergangenen Pilgertage. Vier Gruppen zu jeweils zwei Personen wurden zusammengelost und versuchten die Fragen so gut wie möglich zu beantworten, schriftlich. Zum Beispiel: nenne die Wander-, Pilgerwege auf denen wir gegangen sind (PS: es waren sehr sehr viele). Oder was für ein Orden hat das Stift Schlägl gegründet und welcher betreibt es heute? Lösung: Zisterzienser, Prämonstratenser!
Auch "gekartelt" wurde noch, "Hosn oibi" wurde gespielt ... das war ein sehr lustiger Abschluss dieses großartigen Pilgertages.


















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