Kremsmünster bis Schlierbach 29km

Tagesmotte: DANKE (Erntedank)

Mit Pilgersegen im Sitft Kremsmünster (Michaelskapelle) durch Pater Robert starteten wir früh - etwas nach 7Uhr - in die 5 tägige Pilgerreise zu Fuß über 115km bis nach Spital/Pyhrn. Wir waren am Beginn "nur" zu viert, Marianne, Margit, Eva und ich. Am Bahnhof Kremsmünster (1km vom Stift am Benediktweg gelegen) "stieg" dann Roswitha in unsere Gruppe ein. Zu fünft marschierten wir bei wolkenverhangenem Himmel über Wiesen, Felder und durch Wald in Richtung Bad-Hall. Nach 1 Stunde sahen wir von einer Anhöhe nach Pfarrkirchen und das benachbarte Bad-Hall, der Anblick der Kirchtürme war motivierend. Vorbei am Golfplatz, hinunter nach Feyregg und danach über einen Graben hinauf zur Pfarrkirche von Pfarrkirchen. Diese besonders schöne Rokokokirche sollte doch besucht werden, es war gerade Messe, daher war Besichtigung nur sehr eingeschränkt.

Die Benediktschilder führten uns hinunter zum Sulzbach zur frisch renovierten Tassiloquelle, ein schöner Bau aus dem 19 Jhd.

Diese uralte Quelle ist eine der stärksten Jod-Sole-Quellen in Mitteleuropa.

Hinauf am Rande des Kurparks, vorbei bei der Therme kamen wir zur neugotischen Kirche von Bad-Hall. Diese ist (kleineres)  Ebenbild vom Linzer Mariendom und wurde kurz vor diesem - Mitte/Ende 19. Jhd. - vom selben Baumeister erschaffen.

Es war gerade Probe für die Messe, der Hr. Bürgermeister und sein Bruder übten fleißig.

Ein Stück pilgerten wir in den einladenden Bad-Haller Stadtplatz hinein, im Kurcafe wurde Pause bei Kaffee und Kuchen gemacht. Bei noch gutem Wanderwetter wurde der Kurpark mit seinen mächtigen Bäumen und den Häusern im Jugendstil begangen, danach führte der Weg hinaus über Wiesen-/Feldwege vorbei am GH Lamplhub zur Aussichtsstelle Ranshofnerkapelle. Ein Stopp mit Impuls war hier, bei diesem begehrten Fotomotiv, sehr passend.

Weiter über Felder, dann die Landesstraße querend kamen wir hinauf zum Forsterhof, ein ehemaliges Gasthof, heute ein Pferdehof. Wir pilgerten im Voralpengebiet, und Richtung Berge - aber leider konnten wir sie nicht sehen (Traunstein, Priel) wegen der Wolken. Adlwang - mein Heimatort - tauchte auf, wir kamen von hinten über den Sulzbach hinauf zur Gnadenquelle und weiter zur Kirche "Sieben-Schmerzen-Maria", eine uralte Marien-Wallfahrtskirche. Die Messe ging gerade zu Ende, der Abt von Kremsmünster spendete den Segen. Als die Menschen die Kirche verlassen hatten, gab es eine kurze Kirchenführung von mir und zum Schluss wurde ein Marienlied gesungen.

Kirtagszeit war in Adlwang, der letzte Kirtagssonntag - der ganze Ort ist voller Standln, großer Vergnügungspark und zahlreiche Aussteller auf der Festwiese machen diese 3 Wochenenden Anfang Oktober zu etwas ganz besonderm, zauberhaftem!

Wir stärkten uns mit Hendl und Getränk im Sportlerzelt (vor der Bürgerhalle) um danach in Stille den "lauten" Ort zu verlassen, über den Sulzbach entlang des Waldes und dann hinauf zum Klickergut! Dort wurde es ungemütlich, starker Regen und Wind setzte ein und uns zu. Schon ziemlich durchnässt fanden wir Zuflucht bei der Kapelle vom "Bauern Zlfachenegg". Es wurde besser, der Regen ließ nach und bald kamen wir zum "Droschlhumer" Florian, dort wurden wir eingelassen und mit einem Stamperl wieder motiviert weiter zu pilgern, der Regen hatte aufgehört.

Den Sulzbach querten wir, sowie die Landesstraße um hinunter zur "Wiesmühle" zu kommen. Weiter fast immer auf Güterwegen marschierten wir Richtung Nussbach, der spitze Kirchturm - und die perfekten Benediktwegweiser - zeigten uns den richtigen Weg. Nur kurze Pause für das Nötigste, danach wurde Nussbach gleich wieder verlassen. Über den "Nussbach" beim Sportplatz gingen wir über Wiesen (etwas abseits des Benediktweges) hinauf nach Wimberg. Die dortige größere Kapelle lud uns zu einer kurzen Andacht ein. Schön, dass es so viele Menschen gibt die Kapellen und dergleichen errichten und erhalten - DANKE dafür.

Wimberg liegt etwas erhöht auf der Südseite des Tales, von der gegenüberliegenden Seite grüßt uns die Wallfahrtskirche St.Magdalenaberg, welche beeindruckend auf einer Anhöhe steht. Es begann wieder zu Regnen, zuerst leicht, aber stetig wurden die Tropfen zahlreicher. Wir hatten nicht mehr weit, die mächtigen Türme vom Zisterzienser-Stift spornten uns an - wir kamen wie erhofft am frühen Abend an und checkten im Bildungshaus ein. Der Kirchenbesuch wurde auf den nächsten Tag verschoben, wir mussten uns trocknen, duschen und noch gemeinsam gemütlich Abendessen (Pizza von nebenan) in der "Kuchl" vom Bildungsheim. Groß war die Freude über "unseren Zuwachs", drei Damen kamen noch dazu: Gerti aus St.Paul im Lavanttal; Gabi und Angela aus Seckau, somit waren wir komplett - ja, ich führte lauter Damen am OÖ Benediktweg nach Spital/Pyhrn ...

LG, euer Pilger Helmut!

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